Die deutsche Nationalmannschaft

Weltmeisterschaftsdritter 2006 im eigenen Land, Vizeeuropameister 2008 in Österreich und der Schweiz und erneut Weltmeisterschaftsdritter 2010 in Südafrika – man sollte meinen, so langsam wäre es an der Zeit, dass die deutsche Fußballnationalmannschaft wieder ein großes Turnier gewinnt. So oder so ähnlich dürften sicherlich auch die Mannen von Bundestrainer Joachim Löw denken.

Seit der Badener nach der Weltmeisterschaft 2006 das Amt des Bundestrainers übernahm verfolgt er, ungeachtet der vor allem anfangs teils heftigen öffentlichen Kritik, sein Ziel vom perfekten Spiel – dem Spiel, dass die Spanien spanische Auswahl vermeintlich seit Jahren erfolgreich zelebriert. Die Mannschaft, der sich das DFB-Team bei den letzten beiden Titelkämpfen im Finale beziehungsweise im Halbfinale denkbar knapp mit 0:1 geschlagen gegeben musste.

Mit zehn Siegen aus zehn Spielen und einem Torverhältnis von 34 zu 7 marschierte die Deutschland deutsche Nationalmannschaft in beeindruckender Manier durch die Qualifikation zur Europameisterschaft 2012. Von “Dominanz” der Gruppe zu sprechen wäre bei dreizehn Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten beinahe untertrieben. Auch die Testspielergebnisse des vergangenen Jahres lassen hoffen.

Musste sich das Team um Mittelfeldmann Bastian Schweinsteiger Anfang Februar 2011 noch mit einem 1:1-Unentschieden gegen Italien Italien begnügen, so folgten im Jahresverlauf Siege gegen Uruguay (2:1 am 29. Mai), Brasilien (3:2 am 10. August) und zuletzt Niederlande Niederlande (3:0 am 15. November).

Doch nicht nur die Ergebnisse auf dem Papier lassen aufhorchen. Auch – oder vor allem? – die Art und Weise, wie die Siege herausgespielt wurden, sorgten für hochgezogene Augenbrauen und offene Münder. Die Mannschaft, die in der Offensive auf Toni Kroos, Thomas Müller, Mario Gómez (alle FC Bayern München), Mesut Özil (Real Madrid), Marco Reus (Borussia Mönchengladbach), Mario Götze (Borussia Dortmund), André Schürrle (Bayer 04 Leverkusen) und nicht zuletzt Miroslav Klose (Lazio Rom) zurück greifen kann, spielte ihre Gegner zeitweise sprichwörtlich an die Wand.

So rosig es im vorderen Teil des Spielfelds aussieht, so sorgenvoll schaut so mancher auf die deutsche Verteidigung. Außer Holger Badstuber und Philipp Lahm vom FC Bayern München scheint dort kein Akteur seinen Stammplatz sicher zu haben. Anders ist die Situation hinter der Abwehr. Torwart Manuel Neuer ist die unumstrittene Nummer eins im Kasten der DFB-Elf.

 

Aufstellung

Fakten zum deutschen Fußballverband

Gründungsjahr 1900
FIFA Mitglied seit 1904
UEFA Mitglied seit 1954
Präsident Theo Zwanziger
Trainer Joachim Löw
Spielführer Philipp Lahm
Ausrüster Adidas
FIFA Weltrangliste 3. Platz
Erfolge 3x Weltmeister (1954, 1974 & 1990)
3x Europameister (1972, 1980 & 1996)
Erstes Länderspiel Schweiz – Deutschland 5:3 – 5. April 1908
Höchster Sieg Deutschland – Russland 16:0 – 1. Juli 1912
Höchste Niederlage England – Deutschland 9:0 – 13. März 1909
Rekordspieler Lothar Matthäus (150 Spiele)
Rekordtorschütze Gerd Müller (68 Tore)